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Yogyakarta

Sonntag, 27.09.2015

Yogyakarta

Gegen 7 Uhr kommen wir nach einer wenig entspannten Busfahrt in Yogyakarta an. Wir fahren mit dem Taxi zu unserer Unterkunft und legen uns erstmal hin.

DSC02929Gegen Mittag machen wir uns los und besorgen uns einen Roller und wir bekommen die besten Helme ever. Mario bekommt einen mit Winnieh Puh und ich irgendein anderes Zeichentrick-Dings.

Auf der Strasse werden wir von einem Verkäufer angequatscht, der uns zu einer Batikausstellung bringt. Batik, was soviel heisst wie mit Wachs malen, ist Teil der indonesischen Kultur und Tradition und gehört mittlerweile zum Weltkulturerbe. Früher wurden die Leinen- oder Seidentücher mit religösen und traditionellen Mustern verziehrt und dienten eher als Kleidung z.B. als Sarong. Heute werden die verschiedensten Motive mit dieser sehr aufwendigen Batik-Technik gezeichnet, die zu Dekorationszwecken dienen. Einer der Künstler erklärt uns das Prinzip und den Ablauf der Batik-Technik, aber ich bekomme das nicht mehr ganz zusammen, so dass man es verstehen würde.

Und wir schauen uns seine Batik-Bilder Ausstellung an und verlieben uns direkt in das ein oder andere Bild. Ein Bild hat es uns ganz besonders angetan und wir fragen mal ganz vorsichtig nach dem Preis. 450,- EURO!!! Okay wir danken freundlich ab und gehen.

Wir schlendern noch ein wenig durch die Souvenirshops auf der Malioboro –Street, wo Mario sich noch ein T-shirt für nen Euro kauft und fahren dann zurück.

Wir bekommen eine Zusage zum Couchsurfen. Wir werden ab morgen bei Nini, etwa 20 Minuten ausserhalb der City wohnen.

 

Montag, 28.09.2015

Morgens fahren wir zum Prambanan Tempel, die grösste Hindutempelanlage Indonesiens. Am Eingang können wir unseren Augen nicht trauen, Touristen müssen knapp 20 Euro Eintritt DSC02925berappen. Natürlich werden wir das nicht zahlen. Wir fahren mit dem Roller um die Anlage herum und machen durch die Absperrungen ein paar Fotos. Keine Ahnung wo die unverschämt hohen Eintrittsgelder genau hingehen, denn die Anlage sieht nicht so aus, als das hier auch nur ein Cent davon zur Instandhaltung oder Restauration investiert wird. Also kluge Entscheidung von uns, darauf zu verzichten. Ausserdem haben wir auch von aussen einen guten Einblick.

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Anschliessend fahren wir zu einem Aussichtspunkt des Merapi-Vulkans. Der Merapi (= Feuerberg) ist einer der aktivsten Vulkane Indonesiens und gilt als einer der gefährlichsten Vulkane der Welt.

DSC02942Leider ist es viel zu wolkig um den Merapi auch nur ansatzweise sehen können. Wir schauen uns das eher spartanische Freilichtmuseum an, wo einige Überbleibsel von der schweren Erruption im Jahr 2010 ausgestellt sind.

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Danach fahren wir zu einem Plateau, um den Sonnenuntergang zu gucken. Hier treffen wir uns auch mit Nini unserem neuen Host. Sie ist unterwegs mit Stephen (auch aus Deutschland), der ebenfalls zur Zeit bei ihr Couch surft.

Aufgrund der Wolken ist auch hier der Sonnenuntergang recht unspektakulär.

Auf dem Weg zurück machen wir halt an einem Restaurant. Von hier aus hat man eine tolle Sicht über die Stadt, herrlich und keine Wolken.

Nini ist so nett und fährt anschliessend mit uns zu unserem Homestay, um unser Sachen zu holen. So fahren wir vollgepackt mit unserem gesamten Gepäck, verteilt auf drei Personen und zwei Roller durch Jogja zu Ninis Haus. Sie lebt hier gemeinsam mit zwei Freunden. Wir bekommen ihr Zimmer, da sie es bevorzugt entweder bei ihren Freunden im Zimmer oder auf der Matratze im Wohnzimmer zu schlafen.

 

Dienstag, 29.9.2015

Wir fahren in die Stadt, um uns ein Zugticket für Donnerstag nach Jakarta zu organisieren. Am Bahnhof wird uns allerdings vom Security Mann gesagt, dass wir hier falsch wären und wir an einen anderen Bahnhof müssten. Okay watt nu… Aber erstmal offenbart sich ein anderes Problem. Wir haben keine Adresse von Nini und mein Handy-Akku neigt sich auch dem Ende. Natürlich hab ich weder Powerpack, noch Ladekabel eingepackt.

Wir gehen zu dem Restaurant, wo wir auch unseren Roller gemietet haben und glücklicher Weise haben die ein Iphone-Ladekabel für uns, so dass wir mein Handy laden und Nini nach der Adresse fragen konnten.Glück gehabt. Während das Handy lädt quatschen wir ein bisschen mit dem Besitzer, unter anderem über unser Zugticket. Er konnte es kaum glauben und machte sich gemeinsam mit uns nochmal auf zum Bahnhof, keine 10 Minuten später haben wir unsere Tickets nach Yakarta.

Anschliessend lassen wir uns zu einer weiteren Batik-Ausstellung überreden, die Bilder waren zwar um einiges günstiger, aber leider nicht wirklich schön. Uns gefällt hier nichts.

Also machen wir uns weiter, natürlich erstmal Heim das Powerpack inkl. Kabel holen. Dann fahren wir zum “Ketep Pass”, einem weiteren Aussichtspunkt auf den Merapi. Wie soll es auch anders sein, es ist wiedermal zu wolkig um was zu sehen.

 

Mittwoch, 30.09.2015

Für heute haben wir uns einiges vorgenommen. Nini hat uns einige Tipps gebeben, was wir uns in Nähe anschauen können, also machen wir uns um 4:30 Uhr auf, um pünktlich zum Sonnenaufgang am Puntuk Stumbu zu sein. Von diesem Aussichtspunkt sieht man die Sonne hinter dem Borobudur, dem grössten buddhistische Tempel in Südostasien, aufgehen.

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Ausserdem sieht man von hier aus ebenfalls den Merapi. Eine sehr touristische Angelegenheit, aber dennoch sehr schön.

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Anschliessend gehts zur Gereya Ajam, also zur Chicken-Church sprich eine Kirche in Form eines Huhnes. Eigentlich wollten wir hoch auf die Kirche, aber es schien wohl noch zu früh zu sein, denn es war noch alles abgesperrt. Also ziehen wir weiter.

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Wir fahren nochmal zum Ketep Pass, in der Hoffnung dass wir heute mehr sehen als gestern. Und wir haben Glück. Es ist zwar nicht ganz klar, sondern eher etwas diesig, aber wir können den qualmenden Merapi sehen.

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Zufrieden fahren wir erstmal Heim ne Runde pennen.

Nachmittags gehen wir nochmal shoppen und decken uns mit u. a. Hygieneartikeln ein, da es hier in Indonesien doch um einiges günstiger ist als woanders, vor allem als in Australien.

Abends gehen wir mit Ini und ihren beiden Mitbewohnern zum Abschied was trinken und müssen feststellen, dass meine VISA Karte wieder nicht funktioniert. Was ist denn da schon wieder los? Bei dem Telefonat mit der Bank unterstellt diese, dass wir 8x die PIN falsch eingegeben haben. Wer bitte gibt 8x (!!!) die PIN falsch ein,von uns sicher niemand?Rumärgern bringt nix diskutieren auch nicht, egal, die Karte wird wieder freigeschaltet.

Morgen gehts nach Jakarta. Wir freuen uns auf die Zugfahrt, da sie landschaftlich wohl sehr schön sein soll.

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