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Malang (Bromo)

Mittwoch, 23.09.2015

 Malang (Mt.Bromo)

Auch für Malang hatten wir einen Couchsurfing-Host gefunden.Um 5:30 Uhr kommen wir in Malang an. Anlaß überhaupt nach Malang zu fahren ist der Mount Bromo.Der 2329 m hohe Vulkan ist der jüngste Krater des Tengger-Vulkan-Massivs und einer der aktivsten Vulkane auf Java und gehört wie zahlreiche andere Vulkane zum Pazifischen Feuerring.

Hier mal ein paar Fakten dazu: 

Unter dem Pazifischen Feuerring (auch zirkumpazifischer Feuergürtel oder zirkumpazifischer Feuerring; engl.: Pacific ring of fire) versteht man einen Vulkangürtel, der den Pazifischen Ozeanvon drei Seiten umgibt. Mindestens zwei Drittel aller im Holozän ausgebrochenen Vulkane sind dort zu finden.[1] Auch starke Erdbeben treten entlang dieses Ringes gehäuft auf. Diese lösen bisweilen die für den Pazifik typischen Tsunamis aus.

Beschreibung

Der Pazifische Feuerring ist kein geschlossener Ring. Er umgibt den Pazifik U-förmig von Osten, Norden und Westen auf einer Länge von etwa 40.000 Kilometern. Dabei zieht er sich im Osten von der Südspitze Südamerikas über die Anden und den Westrand Mittel- und Nordamerikas, mit unter anderem dem Kaskadengebirge. Im Norden und Westen verläuft er entlang einer Reihe von Inselbögen und kontinentalen Vulkanbögen, angefangen bei den Aleuten weiter über Kamtschatka und die Kurilen, die japanischen Hauptinseln und die Ryūkyū-Inseln, sowie die Marianen, die PhilippinenNeuguinea, die Salomonen und die Neuen Hebriden bis hin zur Nordinsel Neuseelands (Taupo Volcanic Zone).

Ursachen

Der Pazifische Feuerring steht in unmittelbarem Zusammenhang mit den Subduktionszonen an den entsprechenden Rändern des Pazifikbeckens. An diesen tauchen die pazifischen Lithosphärenplatten mit ozeanischer Kruste (Pazifische PlatteJuan-de-Fuca-PlatteCocos-PlatteNazca-Platte) unter mehrere andere Lithosphärenplatten mit entweder ozeanischer oder kontinentale Kruste ab. In größerer Tiefe wird durch Druck und Hitze das im Krustengestein gebundene Wasser frei und setzt den Schmelzpunkt des Gesteins des Oberen Erdmantels (Asthenosphäre) herab, wodurch dieses teilweise aufschmilzt. Das entstandene Magma steigt auf, differenziert sich und erzeugt einen typischen, meist explosiven Vulkanismus. Spannungen, die sich infolge der Subduktion in der Erdkruste aufbauen, entladen sich in Form z. T. sehr schwerer Erdbeben.     Quelle:Wikipedia

 

Mit einem Microlet fahren wir weiter zum ausgemachten Treffpunkt. Seine Frau nimmt uns in Empfang, da Muhammad gerade seinen Sohn zur Schule bringt. Wenig später kommt er und erklärt uns, dass morgen ein ganz wichtiger muslimischer Feiertag sei und er uns somit leider doch nicht hosten könne. Er habe aber einen Freund, der ein Guesthouse besitzt und bei dem wir unterkommen können.

Yusuf, unser neuer Host, holt uns mit seinem Auto ab und wir fahren zu seinem Guesthouse. Yusuf ist ebenfalls Tourguide und baut schon seit drei Jahren mit seinem Kumpel an dem Guesthouse und es ist immernoch eine Menge zu tun. Wir bekommen ein tolles Zimmer und ich leg mich erstmal aufs Ohr. Mario organisiert in der Zeit mit Yusuf eine Vollcross, da wir auf eigene Faust, und nicht mit einer überteuerten Tour, zum Bromo-Vulkan wollen. Der Mount-Bromo ist 2329 m hoch und einer der aktivsten Vulkane auf Java. Letzter Ausbruch war in 2004 und in 2010 begann eine neue Erruptionsphase und er brodelt und qualmt auch aktuell vor sich hin. Wir sind sehr gespannt was uns da erwartet!

Gegen 12 Uhr machen wir uns los. Yusuf gibt uns ein paar Tipps, wie wir das Eintrittsgeld für den Nationalpark umgehen können. Denn der Check-Point ist auf dem Weg zum Vulkan, am Vulkan selbst überprüft das wohl keiner. Also sollen wir wenn wir angehalten einfach sagen, dass wir gar nicht zum Bromo, sondern zum Semeru wollen.Dort ist wohl ein separater Checkpoint,wo wir eigentlich dann bezahlen müßten,den wir aber gar nicht erst passieren. Okay, ich fühle mich nicht so gut dabei….. bad Karma.

Yusuf fährt mit dem Auto vor und zeigt uns den Weg. Am Checkpoint angekommen, machen wir alles wie besprochen und es klappt reibungslos. Wir sparen 16 Euro pro Person, dass ist schon einiges. Weiter gehts. An einer Gabelung zeigt uns Yusuf den Offroad-Weg zum Bromo und verabschiedet sich. Eine sehr abenteuerliche Fahrt beginnt. Nach ca. 300 Metern hört erstmal abrupt der Weg auf, sprich wir hängen mit einem Reifen vornüber an einer ca. 50 cm tiefen Kante. Zum Glück hat Mario rechtzeitig DSC02693gebremst und es ist nichts passiert. Plötzlich steht ein Local hinter uns der die Strecke wohl kennt, denn es scheint als wollte er sich nur vergewissern, dass wir diesen Abschnitt schadenfrei überlebt haben. Nach einem überprüfenden Blick, drehte er wieder um. Danach gehts weiter über Stock und Stein und zentimeterdicke Aschewege.DSC02696DSC02787

Es ging teilweise recht steil neben den schmalen Aschepfaden abwärts…höchste Vorsicht war angesagt…

An manchen Stellen war fast kein vorwärts kommen,weil das Motorrad förmlich im Sand versunken ist.

Dann endlich – ich weiss gar nicht wie lange wir durch die Hügellandschaft geeiert sind – kommen wir am Plateau an. Jetzt ist alles flach was aber nicht bedeutet, dass das Fahren einfacher wird. Dann fängts auch noch an zu regnen…. Bad Karma, ich habs ja gesagt. Aber zum Glück nur ein paar Tropfen. Dann kommen wir endlich am Fuss des Bromo an. Wow, was für ein Ritt, damit hätten wir absolut nicht gerechnet.

Wir laufen hoch an den Kraterrand und was uns da erwartet ist der Hammer. Schwer in Worte zu fassen, also schaut euch die Fotos an.DSC02714

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Eigentlich wollten wir noch zu einem Aussichtspunkt auf einem gegenüberliegenden Berg, den Gunung Penanjakan, von wo aus man das komplette Areal inkl. dem hinter dem Bromo liegenden Vulkan Semeru sehen kann. Aber leider ist es zu wolkig und schon recht spät so dass es keinen Sinn macht , da wir eh nix sehen würden.

Aber glücklicherweise bekommen wir von unserem Couchsurfing-Host Mario aus Manado noch 2 Bilder von diesem besagten Aussichtspunkt zugeschickt,die er dort geschossen hat.Danke Mario an der Stelle für die Bilder!Bromo2

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Wir entscheiden uns einen Rückweg über befestigte Strassen zu suchen. Die Horrotour über die Ascheberge wollen wir uns nicht noch einmal antun. Das soll sich als eine falsche Entscheidung rausstellen…. Bad charma ist going on….Schon nach ein paar Metern will uns GoogleMaps links in eine Strasse schicken, wo aber keine wirkliche Strasse ist. Na das fängt ja gut an. Wir entschliessen uns uns besser erstmal bei den Leuten nach dem Weg nach Malang durchzufragen. Das schien auch anfangs reibungslos zu klappen. Wir fahren und fahren und fahren, lt. Google Maps noch 70 Kilometer oder so. Waaas??? Naja wir haben keine andere Wahl.

IMG_4441Als wir dann endlich wieder auf dem Highway in Richtung Malang waren passiert noch die Krönung…. Wir haben wiedermal einenPlatten. Und das auf dem Highway, dass hätte auch anders enden können. Glücklicherweise ist in derNähe eine Werkstatt, wo schnell das Loch in unserem Schlauch gepflickt wird. Er willdafür nur 10.000 Rupiah haben, was umgerechnet 0,65 Euro sind. Wir geben ihm 50.000 und er kann sein Glück kaum fassen…

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…und wir hoffen das die Kiste jetzt bis zum Schluss hält. Also ging es weiter ohne Blinker und Nummernschild (es war ja ´ne Vollcross),mittlerweile stockdunkel, Richtung Malang.In einem kleinen Kaff schickt uns Google ständig im Kreis so dass wir uns von einer Truppe Local-Jungs aus dem Schlamassel guiden lassen müssen

Kurz bevor sämtliche Handys und externe Ladegeräte den Geist aufgeben, kommen wir endlich in Malang an. Mittlerweile ist es um die 23 Uhr und wir sind fix und fertig. Was für ein Tag! Ein einmaliges Erlebenis!

Dann wird uns im Gespräch mit Yusuf erst klar, das wir am Ijen (der als nächstes auf dem Plan stand),quasi von Bali aus kommend vorbei gerauscht sind….heißt im Klartext wir müssen eine Bustour zurück machen. So schnell hat man 2 Locations verwechselt wenn man nicht ständig ´ne Karte vor der Nase hat.

Donnerstag, 24.9.2015

Wir fahren mit Yusuf zum Busbahnhof, denn heute soll es schon weiter zum Ijen gehen. Wie gesagt, wir haben ja unser Visa im Nacken.

Um 13:30 Uhr gehts von Malang gehts weiter nach Banyuwangi, wo wir gegen 21:30 Uhr ankamen.

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