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Natuna

30.5.2015

Natuna

DSC09839 Die Überfahrt von Selai nach Natuna DSC09948hat ziemlich genau 15 Std gedauert.Um Mitternacht ging es los mit der ersten Schicht, die Keith & Joyce übernahmen.Die 2. Schicht machten wir dann ab 4 Uhr.Tagsüber waren wir alle DSC09832wieder an Deck…mit dem ein oder anderen Nickerchen.Um 15 Uhr sind wir in einer kleinen Bucht angekommen die wir angesteuert hatten um  die Fahrt zum Treffpunkt der Ralley zu verkürzen, der zwar auf der gleichen Insel liegt, aber noch gut 45 Seemeilen (also rund 7 Std) weiter.

Vorbei an kleinen vorgelagerten Inselchen und an einem lokalen Fischerdörfchen erreichten wir unseren Ankerplatz, der bis auf die Einfahrt umgeben war von Festland/Inseln…perfekt um geschützt vor sämtlichen Witterungsverhältnissen zu ankern.

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Nachdem ankern hieß es Badeklamotten an und der obligatorische Sprung vom Heck des Bootes in kühle Nass. Anschließend Dinner, noch ein Bier und geselliges Beisammen sein und dann in die Koje…morgen wieder früh raus.

 

31.5.2015

Früher wie geplant weckt uns der Captain und wir sind um 6.30 Uhr bereits unterwegs.

Wir haben 40 nautische (See-)Meilen vor uns, das entspricht 74 Kilometern. Keith hatte 7-8 Stunden für die Distanz errechnet. Im Prinzip müssen wir heute um die Insel herum zum offiziellen Treffpunkt/Ankerplatz der Rally segeln.

Hier mal ein paar Infos zu den nautischen Meilen:Die Seemeile oder nautische Meile (M, Deutsch: sm, Englisch: NM) ist eine in der Schiff- und Luftfahrt gebräuchliche Maßeinheit der Länge. Sie soll 1/60 Breitengrad entsprechen, wurde aber später mit exakt 1852,0 m definiert. Die davon abgeleitete Geschwindigkeitseinheit Seemeilen pro Stunde wird Knoten genannt.

Definition:In der internationalen Norm ISO 31-1 aus dem Jahre 1992 ist 1 Seemeile auf exakt 1852,0 m festgelegt, dasselbe findet sich auch in der deutschen DIN 1301, Teil 2, vom Februar 1978.

Geschichte:Ursprünglich wurde das Maß der Seemeile auf die Bogenlänge einer Winkelminute auf einem Großkreis – z. B. dem Äquator oder einem Meridian – des kugelähnlichen Erdkörpers festgelegt. Das entspricht dem 60sten Teil der Entfernung zwischen zwei benachbarten ganzzahligen Längengraden am Äquator – oder zwischen zwei benachbarten Breitengraden. Aus der Länge eines Meridians vom Äquator bis zum Pol von ca. 10.001,966 km[1] (Ellipsoidparameter des WGS84) ergibt sich ein mittlerer Wert von

1\,\text{sm} = \frac{10001{,}966\,\,\text{km}}{90 \cdot 60} = 1852{,}216\,\,\text{m}

Aufgrund der Erdabplattung misst eine Meridianminute der geographischen Breite jedoch am Äquator 1842,90 m, an den Polen aber 1861,57 m. Hingegen ergibt sich für eine vom Erdmittelpunkt aus gemessene Bogenminute am Äquator eine Bogenlänge von 1855,31 m. Quelle:Wikipedia

DSC09940Die Fahrt ist sehr angenehm und extrem ruhig…fast schon gespenstig!Es weht absolut kein Lüftchen und die See ist wie in riesiger Spiegel und auf dem offenen Meer  ist nur mit größter Mühe ein Übergang am Horizont vom Wasser zum Himmel zu sehen.

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Gegen 14 Uhr laufen wir im Zielhafen ein. Entgegen einiger Meinungen diverser Teilnehmer der Rally, die Natuna nicht angesteuert hatten, sind wir auf Anhieb alle total begeistert von Natuna.

Nach dem ankern ging alles recht schnell: Schlauchboot zu Wasser lassen und ab an Land.

Dort war eine riesige Menschenansammlung…und das nur wegen „den Fremden auf den Segelbooten“. Die ganze Strandpromenade war eine einzige Partymeile über die Tage an denen die Rally in Natuna war.

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…das Foto haben wir bei unserem 2.Landgang gemacht…beim ersten Mal waren dort wesentlich mehr Leute die uns empfingen….

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Hier war alles bestens vor organisiert und wir wurden mit einem Minivan ins nächste Städtchen gefahren zum Essen und zum einkaufen. Der anschließende Besuch des Wasserfalls, der ein eher ein künstlich angelegtes „Planschbecken“ war, fiel entsprechend kurz aus. Dort angekommen mussten wir aber wie fast überall in Indonesien uns wieder mit unzähligen Einheimischen fotografieren lassen.

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1.6.2015

DSC00020Heute wurde ein umfangreiches Programm geboten. Um 9 Uhr war offizielle Begrüßungszeremonie gefolgt von diversen DSC00042Showeinlagen mit Tänzen und Martial-Arts der Einheimischen.Wir hatten bereits am Vortag für uns beschlossen uns hier auf der Insel einen Roller zu leihen und die Insel so zu erkunden, DSC00056Keith war von der Idee ebenfalls begeistert…somit hatten wir einen Plan!Wir erfuhren dann aber heute das wohl die ganze Truppe den selben Plan hatte.

Also fuhren wir erst einmal nach dem traditionellen Kanu-Rennen ins den nächst größeren Ort um die restlichen Einkäufe zu erledigen und probierten günstig einen Roller zu bekommen…was sich aber als nicht machbar heraus stellte.

DSC00146Wieder zurück fragten wir dann schließlich einen der Organisatoren ob er für uns ebenfalls noch 2 Roller ordern könne…allerdings für 9 Uhr anstatt um 11 Uhr….um die Zeit wollte der Rest nämlich los. Nachdem alles geklärt war, fuhren wir mit dem Schlauchboot wieder zurück zum Boot…ein wenig planschen und den grandiosen Sonnenuntergang bei einem kühlen Blonden zu genießen.

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Kaum war der glühende Feuerball im Ozean versunken, konnten wir uns auch schon startklar machen für das offizielle Dinner was für den Abend angesetzt war.

Also hieß es um 18.45 Uhr wieder ab an Land und das muntere treiben konnte wieder beginnen. Es wurden wieder traditionelle Tänze aufgeführt und es waren wieder Unmengen an Einheimischen dort, die wie eine Traube um uns herum saßen.

Ein komisches Gefühl….wir sitzen an Tischen wie die Fürsten und bekommen ein Showprogramm geboten inkl. Essen etc. und für die lokale Bevölkerung die um uns herum auf der Wiese und der Straße sitzt gibbet nöx….und wir als Backpacker mittendrin.

Die Papiere die wir gestern abgegeben hatten bekamen wir auch diesmal nicht wie versprochen wieder….scheint wohl hier auf den touristisch kaum erschlossenen indonesischen Inseln eine Art Masche zu sein um die Touristen solang wie möglich auf der Insel zu halten. Uns wurde die Rückgabe für morgen zu gesichert.

 

2.6.2015

Morgens gegen 9 Uhr ging es wie geplant an Land um unseren Roller entgegen zu nehmen….natürlich bevor der Rest der Meute eintrudelt.

Am Vortag hatten wir noch von Ky, einem Einheimischen angeboten bekommen das er uns mit seinem Roller begleitet und uns die Insel ein wenig zeigt.Kurzerhand entschließen wir uns in Richtung Norden auf zu machen, nachdem wir erfahren hatten das der Rest als erstes Richtung Süden die Insel erkundet…wir hatten einfach keinen Bock in einer Gruppe mit 30 weiteren Rollern rum zu eiern.

DSC00182Den ersten Stopp machten wir an einem sehr abgelegen Strand. Wie so ziemlich der gesamte Rest der Insel ist auch hier nichts touristisch erschlossen. Allerdings zog DSC00177eine Gewitterfront auf und wir waren ziemlich sicher das diese uns noch erwischen wird.

Nach ca. 2 Std verabschiedete Ky sich vorrübergehend und fuhr zu seiner Familie zurück….er sollte aber später noch mit seinem Sohn zurück kommen um seinem Sohnemann Keith´s Boot zu zeigen.

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Also machten wir mit Keith&Joyce zusammen weiter die Insel unsicher. Wir kamen an vielen traumhaften Fleckchen vorbei…..leider wahrscheinlich nur eine Frage der Zeit bis hier der Tourismus Einzug halten wird.

Gegen Mittag fuhren wir dann Richtung Süden…wo uns der Rest entgegen kam…..sie sind alle mitten in das Unwetter geraten…besser die wie wir!

Beim Lunch trafen wir uns wieder mit Ky, der anschließend seinem Sohn und Keith aufs Boot fuhr, während Pedi und ich den Süden der Insel noch für 2 Std weiter unsicher machten.

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Um 18 Uhr brachten wir dann wie ausgemacht den Roller zurück.

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…einer der zahlreichen Besucher auf unserem Boot…

Und wiedermal warteten alle auf die Papiere, da wir in Natuna offiziell Indonesien wieder verlassen und wieder nach Malaysien fahren. Geplant war am nächsten morgen um 6 Uhr los zu fahren….das war leider nicht machbar da die Offiziellen Herrschaften inklusive der benötigten Papiere bis 22 Uhr immer noch nicht am Start waren.

 

3.6.2015

Morgens gegen 9 Uhr kommt über Funk die Meldung das die Papiere zur Abholung bereit liegen, worauf sich jeder mit Schlauchboot Richtung Land aufmachte um diese abzuholen.

30 Minuten später waren wir bereits unterwegs. Da wir leider zu spät dran waren um bis zur nächsten Destination zu segeln, fuhren wir an einen Ankerplatz der auf der anderen Seite der Insel lag und uns den nächsten Törn deutlich verkürzen sollte. Dort kamen wir gegen 13.45 Uhr an.

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Außer einer spektakulären Wolkenfront war hier nicht wirklich viel gebacken.

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Am nächsten Tag sollte es dann nach Subi Besar weiter gehen….

2 Gedanken zu „Natuna“

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