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Bukittinggi

29.04.2015

Bukittinggi

Um 10:15 Uhr werden wir nach einem sehr leckeren Kokosnuss-Pancake-Frühstück am Hostel abgeholt. Der Fahrer sichert uns sogar zu, dass der Minivan direkt bis nach Bukittinggi durchfährt und wir nicht – wie eigentlich gedacht – in Sibolga umsteigen müssen. Das wäre natürlich super, wir bleiben aber aufgrund unserer bisherigen Erfahrungen lieber mal skeptisch.

Um ca. 17:40 Uhr sind wir in Sibolga und natürlich….. wir müssen umsteigen. Dazu kommt noch, dass wir bis 20:00 Uhr warten müssen, bis der Bus nach Bukittinggi fährt. Und wie lange die Fahrt dauern wird, kann uns keiner so genau sagen, zwischen 4 und 8 Stunden ist alles dabei. Na bravo! Etwas früher als angekündigt, so gegen 19:30 Uhr werden wir eingesammelt und eine der schlimmsten Fahrten beginnt. Alles in allem und inkl. gefühlten 10 Fress-Stopps dauerte die Fahrt 11 Stunden! Und das bei dröhnender und dazu noch schrecklichen Musik und einer extrem kurvigen und Schlagloch übersäten Strecke. Also war nicht ganz soviel mit Schlafen.

 

30.04.2015

Somit kamen wir total übermüdet in Bukittingi, was übersetzt soviel wie „hoher Hügel“ heißt an. Zum Glück fuhr uns der Fahrer direkt zum Hotel, wo wir nach einem kleinen Frühstück erst mal ein Nickerchen machten. Gegen Mittag machten wir uns auf, um die Umgebung etwas zu erkunden. Wir schauten uns den Clock-Tower (Jam Gadang) an, welcher das Wahrzeichen von Bukittinggi ist und der fast der kleine Bruder von Big Ben sein könnte…

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Außerdem schlenderten wir noch über den lokalen Markt, wo es alles mögliche wie Haushaltswaren, Klamotten, Schuhe, Essen , etc. zu kaufen gab. Vom Marktplatz aus, hat man eine recht schöne Sicht auf den Vulkan Merapi. Da Bukittinggi – wie der Name schon sagt – recht hoch liegt, ist es hier verhältnismäßig kühl, was aber mal eine willkommene Abwechslung ist.

 

01.05.2015

Um 4.20 Uhr nachts werden wir etwas unsanft von dem Gejodel aus der benachbarten Moschee geweckt. Das ganze dauert ca. eine halbe Stunde – ohje! Das läuft hier jeden Tag so, Spaß macht das sicher keinen und verstehen muss man es auch nicht.

Nun gut, nachdem wir erstmal schön ausgeschlafen hatten organisieren wir uns einen Scooter, welche im Hotel verliehen werden und machten uns auf.

Erster Stopp: Pulapuh oder auch Rafflesia Village genannt. Rafflesia ist der Name der größten Blume der Welt, die wir hier begutachten wollten. Nach einem ca. 30 minütigen Marsch, vorbei an Reisfeldern, Chillies, Aubergingen und Bohnen….

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…kommen wir in den Dschungel….

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Alles ist recht schlammig und rutschig, da es zuvor viel geregnet hat. Nach weiteren ca. 10 Marsch-Minuten finden wir eine Rafflesiablüte. Unser Guide erklärt uns, dass diese verhältnismäßig klein ist und auch schon so gut wie verblüht ist. Die hier gehört zur Gattung Rafflesia Bernado, die kleinere Art. Die Rafflesia Arnoldi – die größte Art – kann einen Durchmesser von über 1 Meter erreichen. Ich bin trotzdem begeistert, eine der seltenen Blumen gefunden zu haben, auch wenn die hier „nur“ max. 20-30 cm Durchmesser hat…

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Zuvor besuchten wir eine Dame, die den berühmten Kopi Luwak herstellt. Das ist der teuerste Kaffee der Welt. Wir dürfen ihn probieren und der schmeckt tatsächlich irgendwie besonders. Nur mal so zum Vergleich: Eine kleine Tasse Kaffee „Luwak“ kostet 20.000 Indonesische Rupia (in etwa 1,50 Euro) ein normaler Kaffee kostet hier nur ca. 4.000 IDR.

Warum ist der Kaffee so besonders: Die Kaffee-Kirschen werden von Schleichkatzen gefressen,diese können aber nur das Fruchtfleisch verdauen, der Rest wird wieder unverdaut von dem Tier ausgeschieden. Die Bohnen werden eingesammelt und geröstet und schon hat man den teuersten Kaffee der Welt. Die Einheimischen berufen sich darauf, das der Kaffee u.a. so besonders sei, da die Schleichkatzen auch nur die besten Bohnen fressen und aufgrund dessen auch nur die „besten“ wieder ausscheiden.

Zweiter Stopp: Sianok-Canyon. Wir fahren durch den Canyon und hoch durch die Highlands, die wirklich nett anzuschauen waren. Lauter kleine Dörfchen, Reisfelder, Wasserbüffel, Bananenplantagen,etc. und natürlich eine super Aussicht…

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….als wir mit dem Scooter unterwegs waren, sahen wir diesen Herren der ganz ungeniert „seinen Darm am Fluss entleerte“…..

Anschließend schlenderten wir durch einen Park, von dem aus man ebenfalls eine gute Sicht auf die Schlucht hatte…

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Hier konnte man auch Höhlen bzw. Tunnel (Lobang Jepang genannt) besichtigen, die für die Japaner als Monitionsbunker dienten….

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…das ein oder andere Mal beschlich uns das Gefühl, das die ganzen „Geistergeschichten“ ursprünglich aus dem muslimischen Raum kommen…auffälig nur das hier schwarze „Bettlaken“ zum Einsatz kommen… :-)

…da es langsam dunkel und spät wurde, fuhren wir zurück zum Hotel.

 

02.05.2015

Tagsüber haben wir nicht wirklich viel gemacht, ein bisschen Markt ein bisschen Blog schreiben, das wars….

Abends – auf dem Weg in eine „Kneipe“- sprach uns ein Local an, dessen Name mir leider entfallen ist. Auf jeden Fall hat er 5 Jahre in Köln gelebt (was ein Zufall) und er spricht ziemlich gut Deutsch. Mit ihm zusammen gehen wir in eine Kneipe mit Live-Musik und bekommen von ihm sogar einige Infos über Siberut (wo wir auch noch hin wollen).

Zurück im Hotel haben wir einen neuen Mitbewohner – eine Bedbug – oder auch Bettwanze. Mario fängt sie heldenhaft ein und wir zeigen sie dem Hotel-Staff und wechseln das Zimmer, was zum Glück Bedbug-frei ist.

 

03.05.2015

Heute kurz nach dem Frühstück wurden wir von einem einheimischen Mädel – namens Regina – angequatscht, die sehr neugierig war was unsere Herkunft und „Mission“ betrifft. Als sie hörte das wir aus Deutschland sind und nach Padang weiter wollen, bot sie uns an, bei ihr zu Hause „for free“ zu nächtigen, da sie zum einen auch in Padang wohnt und zum anderen gerne ein paar Deutsche kennen lernen würde. Warum nicht, also tauschten wir Nummern aus.

Zudem wurden wir heute erneut von einer Schulklasse interviewt die ihre Englischkenntnisse an Touristen in der Praxis anwenden. Die sind schon witzig drauf hier…und vor allem durch die Bank mehr als freundlich.

 

Um 15:30 Uhr geht’s pünklich mit dem Minivan auf nach Padang. Die Fahrt dauert ca. 3 Stunden und die Landschaft ist wiedermal bombastisch.

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