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Tailana Island (Banyak-Archipel)

24.04.2015

Tailana Island 

Pünktlich um 9 Uhr stehen wir am Fluss bei den Fischerbooten, bereit zur Abfahrt. Da das Boot aber mit sämtlichen Essensvorräten, Motorrädern und ca. 30 Personen inkl. Gepäck etc. (von denen wir die einzigen Touris sind) vollgeladen wird, fahren wir erst um 10:15 Uhr los. Die Fahrt soll ca. 4 Stunden dauern.

Kurz bevor wir in Balai ankommen drückt uns einer der einheimischen Passagiere sein Handy in die Hand, was uns etwas verdutzt. Am anderen Ende ist Andy, der uns anbietet für uns von Balai aus ein Boot auf eine der Inseln inkl. Unterkunft zu organisieren. Er sagt, er erwartet uns an der Fähranlegestelle. Tja, da war wohl mal jemand auf zack, wie das ganze allerdings zustande gekommen ist…. keinen Plan. Wahrscheinlich rufen die Schlepper provisorisch immer mal auf den Fischerbooten an, in der Hoffnung, dass ein Touri an Bord ist dem man was verkaufen kann.

Wie geplant sind wir nach 4 Stunden in Balai und Andy wartet am Steg auf uns. Die Insel ist alles andere als schön, also schnell gucken das wir hier weg kommen. Das Angebot was uns Andy unterbreitet ist allerdings viel zu teuer und das wäre auch nicht die Insel gewesen, die für uns zur Auswahl stand. Da er nicht gerade kooperativ ist, teilen wir ihm mit, dass wir darüber nachdenken müssen und erst mal ´n Kaffee trinken gehen.

Wir wollten ihm noch nicht direkt absagen, da es immer gut ist noch eine Alternative zu haben, falls wir doch alleine nicht weiterkommen. Außerdem konnten wir so unsere Rucksäcke bei ihm stehenlassen. Nun gut, ab ins Cafe und versuchen an Infos zu kommen. Frank, der Polizist aus Lake Toba hatte uns ein paar Auszüge aus dem Lonely Planet gegeben und somit hatten wir ein paar Unterkünfte am Start. Tja, nur leider stimmte die Nummer nicht. Nach einer langwierigen Suche im Internet (da die Leitung hier mehr als bescheiden ist) findet Mario eine andere Nummer in Tailana (eine kleine Insel, die sich recht ansprechend anhört), wo auch tatsächlich jemand erreichbar ist. Schnell ist alles ausgemacht. Das Angebot für Tailana ist viel günstiger, als das von Andy und wir werden sogar noch in Balai abgeholt. Perfecto! Also zurück zu Andy, der von unserer Absage nicht gerade begeistert war, Rucksäcke aufgeschnallt und ab zurück zu Steg, wo wir tatsächlich ca. 20 Minuten später von einem Speedboot abgeholt wurden.

Nach 30 Minuten und zahllosen kleinen Inseln die wir passieren kommen wir in Tailana an.

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Außer uns sind noch ein Paar aus Österreich da, dazu noch ca. 5-6 Einheimische (die auf dieser Insel leben) und die 2, die die fünf Bungalows hier betreiben, Deswan und der Herrmann. Tailana ist eine richtige urige Robinson Crusoe Insel mit Kokosnusspalmen, weißem Sand und kristallklarem Wasser und alles was sonst noch so dazugehört.

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Wir beziehen unseren spartanischen Bungalow und ruhen uns etwas aus.

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….unser Gemach…

Hier gibt es wirklich nichts. Kein Geschäft, keine Straßen, keine Scooter oder Autos…. einfach nichts. 5 Bungalows, 1 Häusschen, wo wir essen und zusammensitzen…

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….und 2 oder 3 Häuschen von Local Peoples. Strom und fließend Wasser gibt’s nicht, Hock-Klo und Wasserbecken mit Schöpfer als Dusche.

 

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….Badezimmer….

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Am Abend sitzen wir mit den Österreichern und Deswan und Herrmann zusammen, die beide eigentlich auf einer der Nachbarinseln Halloban wohnen und nur nach Tailana kommen, wenn Touris da sind. Ihre Aufgabe ist es, für die Gäste zu kochen und sie bei Bedarf mit dem Boot durch die Gegend fahren. Die zwei sind echt ´ne Nummer für sich…

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Deswan…
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…und der Hermann!

…nur Frauen im Kopp und machen auch keinen Hehl daraus, obwohl beide eigentlich verheiratet sind und Kinder haben…. Wir werden noch die ein oder andre Story von den beiden zu hören bekommen, ob wir wollen oder nicht….

Als es Dunkel ist, zeigt uns Herrmann leuchtendes Plankton am Strand.

 

25.04.2015

Wir stehen um ca. 9:30 Uhr auf und von Deswan und Herrmann fehlt jegliche Spur. Herrmann scheint noch zu pennen und Deswan ist mit dem Boot unterwegs und jeder scheint vom anderen zu denken, dass er sich um die Touris kümmert. Somit bekommen wir unser Frühstück gegen 11 Uhr, als Herrmann aufsteht.

Nach dem Frühstück machen wir uns mit Schnorchel und GoPro „bewaffnet“ auf und erkunden die Unterwasserwelt. Die Korallen sind direkt am Beach, allerdings leider vom Tsunami stark beschädigt und nicht mehr ganz so farbenprächtig. Trotzdem sehen wir einiges an bunten Fischen, Muschel, Seeigeln und und und.

 

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Gegen 15 Uhr gibt’s dann Mittagessen und anschließend gehen wir wieder schnorcheln und sehen unter anderem ein Squid-Pärchen unweit vom Strand.

Am Abend marschieren wir auf die andere Seite der Insel, was ca. 20 Minuten dauert, um den Sunset zusehen. Leider war es zu bewölkt.

 

26.04.2015

Beim Frühstück, welches heute sogar etwas früher als gestern stattfindet, erzählen wir in der Runde, dass wir am Vortag Squids gesehen haben. Deswan ist fast außer sich, weil wir ihm nicht direkt davon erzählt haben und hüpft kurz darauf mit Schnorchel und Speer bewaffnet ins Wasser. Tatsächlich findet er die beiden Squids wieder und fängt einen von den beiden.

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Tja, dann ist die Frage was es heute zum Mittagessen gibt auch schon geklärt. Den Vormittag verbringen wir mit Schnorchel, was wiedermal wirklich Spaß macht. Da es hier kaum Strömung gibt und das Wasser sehr salzig ist, ist das ganze auch nicht wirklich anstrengend, da wir uns einfach auf dem Wasser treiben lassen können.

Nach dem überaus köstlichen Squid, gammeln wir rum und genießen die Ruhe der Insel. Gegen 17 Uhr fahren wir mit Deswan zusammen zum angeln. Angeln heißt, jeder wirft eine lange Schnur mit Haken ins Wasser und das ganze ziehen wir im Boot hinter uns her. Wir fangen insgesamt 7 Fische, zwei Thunfische gehen uns vom Haken. Einer davon hat so an der Schnur gezerrt, dass ich ihn nicht halten konnte, leider riss die Schnur. Tja Pech gehabt. Als es Dunkel wurde, machten wir uns auf den Heimweg, wo Deswan und Herrmann unseren Fisch fürs Abendessen zubereiten.

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Deswan bei der Zubereitung des Dinners

Kurz später zog ein Gewitter auf und es regnet wie aus Eimern und das die ganze Nacht lang. Na dann hoffen wir mal, dass das Dach, welches mit Palmblättern abgedeckt ist, dicht ist.

 

27.04.2015

Am Morgen ist es immer noch recht wolkig und bedeckt. Und es hat tatsächlich reingeregnet. Zum Glück nur an einer Stelle und nicht ins Bett. Alles halb so wild.

Nach dem Frühstück fahren wir mit Deswan nach Halloban, die Nachbarinsel, wo er und Herrmann eigentlich leben. Hier wollen wir einkaufen gehen, da sich die Nahrungsmittel dem Ende zuneigen. Deswan zeigt uns sein Haus und stellt uns seiner Familie vor. Mario und ich spazieren durch den kleinen Ort und werden von allen Seiten freundlich mit „Hello Miss, Hello Mister“ begrüßt.

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Da es hier nicht viel zu sehen gibt, und wir eigentlich auch nach 30 Minuten überall waren, gehen wir zurück zu Deswans Haus, der mittlerweile auch die Einkäufe alleine erledigt hatte. Nun gut! Wir essen eine Kleinigkeit zu Mittag und machen uns anschließend wieder zurück zum Boot.

Wir stoppen an einer winzigen Insel…

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…..wo wir schnorcheln gehen. Hier finden wir auch Nemo…

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Ansonsten ist hier aber nicht ganz soviel zu sehen und die Strömung ist recht stark so das wir bald wieder aufbrechen.

Vom Boot aus sehen wir eine Schildkröte, die gerade zum Luftschnappen an die Oberfläche kommt. Außerdem nutzen wir den Rückweg gleich nochmal zum Angeln. Mario und ich fangen jeweils einen etwas größeren Fisch, einer davon ist laut Deswan eine Barrakuda-Art. Mit dieser etwas mageren Ausbeute geht’s zurück nach Tailana, da es definitiv zu heiß ist, um noch länger auf dem Boot zu bleiben.

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Den restlichen Tag machen wir nicht mehr viel außer uns – wie jeden Tag – die Frauengeschichten von Deswan und Herrmann anzuhören. Außerdem planen wir mit Felix und Martina (den beiden Österreichern) unsere gemeinsame Abreise für morgen.

 

28.04.2015

Gegen 11:30 Uhr brechen wir vier also zusammen mit dem Speedboot in Richtung Balai auf. Dort angekommen, organisieren wir uns noch ein kleines Lunch to go und ab geht’s aufs Fischerboot. Abfahrt 14:15 Uhr anstatt wie geplant um 13:00 Uhr. Dieses mal waren auch nur ca. 10 Einheimische auf dem Boot, dafür aber kistenweise Fisch, der aufs Festland verfrachtet wird. Leider war wohl eine der Kisten kaputt, denn irgendwann saßen wir in der Fischbrühe… jammy dieser Geruch….. ein Traum!

Nach 4 Stunden kommen wir wieder in Singkil an. Wir planen unsere Weiterreise und organisieren einen Bus für den nächsten Tag. Wir übernachten eine Nacht hier – diesmal in einer viel besseren Unterkunft.

 

Nächstes Ziel Bukittinggi….

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