DSC08643

Lake Toba

20.04.2015

Lake Toba

Am Morgen heißts Abschied nehmen von Junia-House und von Bukit Lanwang. Gegen 9:15 Uhr brechen wir auf zum Tuktuk-Stand, von wo aus wir zum Bus nach Medan gebracht werden. Nach ca. 3 Stunden im Local Bus…

DSC08602

…sind wir in Medan angekommen, wo wir in einen Bus nach Amplas umsteigen. Die Fahrt nach Amplas dauert eine Stunde. Von Amplas aus geht’s um 14 Uhr weiter nach Parapat, was weitere 5 Stunden dauert. Der Bus hier ist ein größerer und komfortabler Bus. Im Bus wird lustig geraucht, egal ob Kinder in der Nähe, aber es stört keinen. Auch hier sind wir die einzigen „Gringos“.

In Parapat angekommen wird’s etwas hektisch, da die letzte Fähre für diesen Tag gerade abgelegt hat, also rennen wir los. Irgendein Local hat uns wohl gesehen und hat promt die Fähre zurückgerufen…die tatsächlich einen U-Turn macht und uns noch einlädt.

Also auf nach Samosir (so heißt die Insel, die der Lake Toba umschließt). Zum Glück hatte Mario bereits vorab eine Unterkunft – Romlan – gebucht, so dass wir nicht noch groß suchen mussten. Und glücklicherweise hatte diese Unterkunft eine eigene Bootsanlegestelle, was unsere Anreise doch sehr vereinfacht. Das Romlan Guesthouse, wo wir nach ca. 30 Minuten Fahrt mit der Fähre ankamen, wird von einer Deutschen geführt, die mit einem Indonesier verheiratet ist und schon seit 30 Jahren in Sumatra lebt. Wir haben hier unser eigenes Zimmer mit Bad, leider nur ein „Hock-Klo“ mit denen ich mich ja nicht so recht anfreunden kann.

Nach ein wenig Small-Talk und nem Abendessen im dazugehörigen Restaurant, beenden wir den anstrengenden Tag und gehen ins Bett.

 

21.04.2015

Am Morgen staunten wir nicht schlecht, denn im Hellen sieht man erstmal wie traumhaft schön es hier ist. Der See ist kristallklar umgeben von viel grün und ein paar wunderschönen Batak-Häusern.

DSC08643

Batak nennen sich die Bewohner der Region, die teilweise noch sehr traditionell leben und gekleidet sind. Die Dächer der traditionellen Häuser sind ähnlich geschwungen, so wie man es vom „China-Restaurant“ kennt. Die Giebel sind mit traditionellen und sehr aufwendigen Schnitzereien verziert. Ein Batak-Haus ist immer dreistöckig. Unten leben die Tiere, in der Mitte ist der Wohnbereich und im Dach leben die Geister.

DSC08614

Hier in Samosir sind einige der Häuse zu Hotels oder Gästehäusern umfunktioniert worden. Auch das Romlan hat ein traditionelles Haus zu vermieten, aber leider war das schon voll, so dass wir nun in einem „normalen“ Hause untergebracht sind. Nun gut, nach dem Frühstück machen wir uns mit dem Scooter auf um die Insel zu erkunden. Die Landschaft hier ist sehr sehr schön und ursprünglich.

DSC08609

Wir fahren vorbei an sämtlichen Reisfeldern, die natürlich noch per Hand und meist von Frauen bewirtschaftet werden, an Wasserbüffeln, an wunderschönen Batak-Häusern…. Mir haben es ja besonders die kleinen süßen Kids in ihren goldigen Schuluniformen und den viel zu großen Rucksäcken angetan. So goldig. Vor allem wie die sich rundherum und auf den Dächern der viel zu kleinen Schulbussen stapeln, ist schon eine Kunst für sich.

DSC08625

Safety first gibt’s hier nicht. Nach einer Weile zieht es sich zusammen und wir versuchen noch unter dem schlechten Wetter hindurch zu fahren, aber Fehlanzeige. Somit stoppen wir an einem der Lokal-Restaurants und legen eine Lunch-Pause ein, bis der Regen aufhört. Anschließend ziehen wir weiter zu den Hotsprings. Hier scheint noch irgendwo ein Vulkan oder so zu brodeln, denn es riecht mächtig nach Schwefel. Die Hotsprings sind so hot, dass man sich kaum vorstellen kann, dass da jemand drin badet. Wir halten nur kurz den dicken Zeh rein, da wir eh keine Schwimmsachen dabei haben. Außerdem sehen die künstlich angelegten Becken auch nicht ganz so einladend aus. Danach fahren wir noch ein Stückchen weiter auf ´nen Berg, von dem aus man eine tolle Aussicht hat und weiter durch ein kleines Fischerdörfchen und schießen ein paar Fotos.

DSC08628

Dann beschließen wir uns auf den Rückweg zu machen, da es mittlerweile auch schon recht spät war. Unser Plan, die Insel zu umrunden war somit fehlgeschlagen. Auf dem Rückweg, stoppten wir in einem kleinen Restaurant namens „Bamboo-Bar“. Der Mitarbeiter bot uns an, zum Dinner für uns „Ikan-Terri“ zuzubereiten. Ikan-Terri ist mittlerweile eines unserer Lieblingsgerichte hier in Sumatra. Das sind kleine getrocknete Fische in einer Chilli-Tomaten-Paste und Erdnüssen – very spicy and very tasty. Dazu gibt’s meistens Reis. Das Angebot lehnen wir natürlich nicht ab. Somit hatten wir für den Abend auch schon ausgesorgt. Und das Ikan Terri war wirklich super!

 

22.04.2015

Wir planen unsere Weiterreise. Der Plan war Pulau (sprich: Insel) Nias als nächstes anzusteuern. Nach einem Gespräch mit Marion (der Besitzerin des Romlan) kamen wir aber etwas ins grübeln, da sie nicht besonders gute Sachen über Pulau Nias zu berichten hatte. Die Leute dort sollen wohl sehr unfreundlich und teilweise aggressiv sein und auch die Anreise dorthin soll nicht ganz ohne sein, da wohl viele Leute abgezockt und von ner Fake-Polizei in Sibolga Drogen zugesteckt bekommen haben sollen. Laut Marion raten wohl alle die sie kennt die dort waren, davon ab Pulau Nias weiterzuempfehlen. Nun gut, man weiß ja nie was so stimmt und was nicht, aber es gibt ja noch genügend Ausweichmöglichkeiten. Wir müssen ja kein unnötiges Risiko eingehen. Marion empfiehlt uns Pula Weh oder die Banyak Islands unterhalb von Pulau Nias, die noch sehr ursprünglich und weitestgehend touristisch unentschlossen sind. Wir entscheiden uns für die Banyak Islands als nächstes Ziel. Somit machen wir uns auf den Weg, um irgendwie Infos über den Transport nach Singkil (von wo aus man zu den Insel gelangt) bekommt. Es gestaltet sich alles etwas schwierig, da uns entweder einen Leihwagen andrehen wollen, Unmengen an Geld haben wollen oder schlichtweg einfach nicht verstehen, was wir von ihnen wollen. Wir finden dann zum Glück aber doch jemanden, der uns ein Busticket verkauft und das noch zu einem guten Preis inkl. Pick-up-Service vom Romlan. Ticket für morgen Früh = check!

Am Abend gingen wir mit Frank (der Polizeikommissar, der ebenfalls im Romlan wohnt) ins „Samosir-Cottage“ , ein weiteres zu empfehlendes Guesthouse hier in Lake Toba, wo mittwochs immer live Batak-Musik inkl. Tanz aufgeführt wird. Dort lernen wir noch ein weiteres deutsches Pärchen kennen, die schon über ein Jahr unterwegs sind. Die Musik und die Tänze waren recht schön und ich wurde dazu genötigt mitzutanzen. Nach ein paar Bierchen gings dann zurück, da wir morgen früh raus müssen…. auf nach Singkil……..

Schreib einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *